Die GRÜNEN tun was für Keltern

Freie Wähler und Grüne am stärksten

Im feierlichen Rahmen und in Anwesenheit zahlreicher Gäste fand vergangenen Dienstag die konstituierende Sitzung des am 26. Mai neu gewählten Kelterner Gemeinderats statt. Jeweils fünf Sitze im Gremium haben Freie Wählervereinigung (FWG) und Grüne, jeweils vier CDU und SPD. Zur Fraktion der Grünen gehören Manfred Dengler, Anja Jost und Rolf Mertz, sowie neu Robin Bischoff und Christin Grüne. Die vier CDU-Räte sind Michael Augenstein, Karin Becker, Jochen Reister und Michael Sengle. Zur SPD gehören Susanne Nittel und Kerstin Wößner, sowie neu, Benjamin Hauck und Oliver Weik. Auf der nächsten Gemeinderatssitzung am 30.7. sollen die verschiedenen Ausschüsse des Gemeinderats besetzt werden.





Am heutigen Tag (11.März 2019) fand die Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Keltern von B90 / Die Grünen statt. Walter Appenzeller, Sprecher der Grünen Fraktion im Gemeinderat sowie 1. Vorsitzender der Ortsgruppe hatte dazu frist- und formgerecht in den Gasthof "Zur Traube", Keltern-Ellmendingen eingeladen.

Einziger Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung war die formgerechte Abstimmung über die vorgelegte Kandidatenliste der Ortsgruppe zur Kommunalwahl am 26.Mai 2019.

Die Mitgliederversammlung stimmte einstimmig für die vom Vorstand vorgelegte Liste von Kandidaten.

Gewählt wurden:

Christin Grüne, Rolf Mertz, Anja Jost, Manfred Dengler, Christine Bischoff,Klaus LaVerde, Susanne Haas, Volker Seemann, Gabriele Hug, Robin Bischoff,Annette Schlittenhardt, Fritz Dittus, Sylvia Dropmann, Paul Heinkel, Hermann Seufer, Roland Schultner, Henning Dörpholz und Walter Appenzeller.

Die Kandidaten wollen sich für eine familiengerechte Weiterentwicklung Kelterns, mehr bezahlbaren Wohnraum, einen Bürgerbus zur Reduzierung innerörtlichen Verkehrs sowie die Förderung der Jugendarbeit einsetzen. Diese Themen liegen den Kandidaten, neben den bekannten "grünen Themen", nämlich Erhalt der Artenvielfalt, Reduzierung der Bodenversiegelung sowie naturverträgliches Handeln in Landwirtschaft, Weinbau und Forst, besonders am Herzen.



Gewinner und Verlierer des Klimawandels
Auch wenn es nicht jeder glauben mag - der Klimawandel hat auch in unserer Gegend Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt. Während manche Arten aus unseren Breiten verschwinden werden, dürfen sich andere hier niederlassen. Insgesamt aber wird die Artenvielfalt jedoch leiden.
Hitzewellen, Stürme, Überschwemmungen, Lawinen und Erdrutsche: In immer kürzeren Abständen bestimmen die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels die Nachrichten. Die langfristigen Folgen finden nicht mehr nur bei Wissenschaftlern Aufmerksamkeit, sondern auch bei Politikern und Bürgern. Das Umweltbundesamt schätzt, dass die Vielfalt der in Deutschland lebenden Tier- und Pflanzenarten bis 2080 im Mittel um bis zu 30 Prozent zurückgehen könnte, wenn sich die globale Erwärmung weiterhin fortsetzt.
Schon längst beobachten Experten, dass sich mit der Veränderung des Klimas auch die Zusammensetzung der heimischen Tierwelt ändert. Dabei gibt es Gewinner und Verlierer, während anpassungsfähigere Arten durchaus von den veränderten ökologischen Bedingungen profitieren, ziehen weniger flexible Arten den Kürzeren.
Zu den Gewinnern des Klimawandels zählen bislang die südlichen Vogelarten, die sich aufgrund der gestiegenen Temperaturen nach Norden ausbreiten und zur Freude vieler Vogelfreunde die heimische Vogelwelt bereichern. Der Wärme liebende Bienenfresser aus dem Mittelmeerraum etwa brütet inzwischen am Kaiserstuhl, in der Pfalz oder im Saaletal. Andere südeuropäische Vogelarten wie die Felsenschwalbe, der Orpheusspötter und der Seidenreiher werden in Deutschland bereits beobachtet. Verlierer dürften verschiedene Zugvögel sein, die sich nur schlecht an die veränderten Bedingungen anpassen können wie Pirol und Gartenrotschwanz.
Auch der Weißstorch als klassischer Zugvogel spart sich zunehmend den Flug über die Meerenge von Gibraltar und überwintert in Spanien, oder sogar in Süddeutschland. Dies ist natürlich in hohem Maße abhängig von den Temperaturen im Winter in den Brutgebieten.

Nicht nur in der Vogelwelt macht sich der Klimawandel längst bemerkbar. Insekten, Käfer und Spinnen sind auf dem Vormarsch in Richtung Norden. Kam die in Südeuropa beheimatete Gottesanbeterin in Deutschland ursprünglich nur am klimatisch begünstigten Kaiserstuhl vor, so ist sie inzwischen rund 150 Kilometer weiter nördlich bis in den Karlsruher Raum vorgedrungen. Andere mediterrane Arten wie die Wespenspinne sind mittlerweile in Schleswig-Holstein angekommen.
Bei den Schmetterlingen macht sich ebenso der Klimawandel bemerkbar, zu den Gewinnern gehört offensichtlich der Große Fuchs. Dieser Wärme liebende Falter kam vor einigen Jahren deutschlandweit nur an wenigen Orten vor, heute ist er im Südwesten der Republik weit verbreitet.
Auch die Weltmeere bleiben von den klimatischen Veränderungen nicht verschont. Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung beobachten in der Nordsee einen raschen ökologischen Wandel. Als Hauptursache dafür haben die Forscher neben der Einschleppung gebietsfremder Arten durch den weltweiten Schiffsverkehr die globale Klimaveränderung ausgemacht. Heimische Arten wie Hummer und Kabeljau sind demnach in der Nordsee seltener geworden, einige Algenarten und die europäische Auster sind vollständig verschwunden. Die Mehrzahl der in den vergangenen 15-20 Jahren neu aufgetretenen Arten in der Nordsee stammt aus südlicheren Teilen des Atlantiks. Der Anstieg der Wassertemperatur in der Nordsee um rund ein Grad in den vergangenen 40 Jahren ermöglicht es ihnen, auch weiter nördlich zu überleben. Wissenschaftler der Bundesforschungsanstalt für Fischerei in Hamburg führen den Anstieg südlicher Fischarten in der Deutschen Bucht wie etwa des Roten Knurrhahns jedoch weniger auf die steigenden Wassertemperaturen im Sommer als auf die vielen milden Winter zurück, die es den zugewanderten Arten ermöglichen, in der Nordsee zu überwintern.
Die vorliegenden Forschungsergebnisse sind ein klares Signal an die Politik, umgehend zu handeln. Alleingänge wie die der USA sind nur sehr schwer verkraftbar, die "reichen" Nationen müssen hier Vorbildfunktion übernehmen. Es gibt klare Vorgaben, wie auch Deutschland die Erderwärmung eindämmen muss und die Weichen dafür müssen JETZT gestellt werden.
Foto und Text: A. Schultner
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Biene auf Sonnenhut