
Der Klimawandel lässt sich nicht mehr aufhalten, nur verlangsamen. Auch in Keltern brauchen wir bessere Anpassungsmaßnahmen:
Mehr Rückhaltebecken, mehr Überflutungsflächen, Maßnahmen gegen die Erosion und gegen die Austrocknung von Feuchtgebieten. Zur Planung ist ein hydrologisches Gutachten notwendig.
Auch die Baumarten im ca. 1000 Hektar großen Kelterner Wald werden sich ändern. Südliche Baumarten wie z.B. Traubeneiche oder Hainbuche könnten besser mit Trockenheit zurechtkommen als die heimische Stieleiche oder die Rotbuche. Dazu laufen Feldversuche.
Doch viele Schäden und Verluste in Land- und Forstwirtschaft lassen sich nur bedingt durch Anpassungsmaßnahmen verhindern. Trotz aller Schutzmaßnahmen werden unsere Kosten und Verluste um so höher, je stärker die Erwärmung wird. Es macht einen großen Unterschied für die Stärke und Häufigkeit von Flut- und Dürre-Ereignissen, und für den Verlust von Ökosystemen und Artenvielfalt in Keltern, ob wir in einer 1,5 Grad oder in einer 2 Grad wärmeren Welt leben.
Bei den Klimaschäden ist Vorsorge, also klimaneutrales Wirtschaften, deutlich billiger als Nachsorge, also z.B. die Aufbauarbeiten nach Flutschäden, oder die Verluste durch Ernteausfälle.
Eine Studie des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung von 2024, erschienen im Fachblatt Nature, schätzt die Kosten bei einem „weiter so“ ca. fünf mal höher als die Kosten für die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens.