Wald zerstören oder retten?

Wenn ein Windpark in den Kelterner Wald käme, dann müsste da auch dauerhaft baumfreie Fläche geschaffen  werden – je nach Gegebenheiten ca. 0,5 Hektar pro Rad. Bei 5 Windrädern und ca. 1000 Hektar Wald in Keltern wären das 0,25% der Waldfläche. Die Forstwirtschaft, der Jagdbetrieb und auch die Nutzung als Erholungsraum würde nicht wesentlich beeinträchtigt. Das ist die Erfahrung z.B. aus dem Windpark Straubenhardt.

Der Artenschutz hat hohe Priorität: In Bereichen mit gefährdeten Vögeln oder Fledermäusen dürfen Windräder nur mit entsprechenden Abschaltungen und Auflagen gebaut werden.

Der Klimawandel ist die größte Gefahr für den Wald, seine Bewohner, und auch für die Nutzung als Wirtschaftswald. Es geht darum, den ganzen Kelterner Wald zu erhalten, nicht nur ein paar Hektar.

Mit dem Holzertrag eines Hektars Wald (8 – 12 Festmeter pro Jahr) lässt sich grob ein durchschnittliches Haus heizen.

Ein Windrad auf dieser Fläche würde ca. 10GWh pro Jahr produzieren, damit kann man in der Größenordnung 2000 Häuser heizen (durchschnittlich ca. 5.000 kWh pro Wärmepumpe und Jahr)

Ein normaler Wirtschaftswald speichert übrigens gar kein C02 dauerhaft. Altholz im Wald verrottet und gibt dabei dieselbe Menge an CO2 ab, die es aufgenommen hatte. Brennholz gibt bei der Verbrennung auch dieselbe Menge an CO2 wieder ab. Einzig Bauholz speichert CO2 dauerhaft. Das ist ein gutes Argument für Häuser in Holzständer-Bauweise. Die besten natürlichen CO2-Speicher sind Moore, weil da die Biomasse im Wasser vor dem Verrotten geschützt wird, und sich über Jahrtausende ansammelt.

Ein Windrad verursacht bei der Herstellung auch CO2. Das hat das Windrad nach ca. einem Jahr Betrieb wieder hereingeholt.